Ströer übernimmt Seeding Alliance

Der Werbevermarkter Ströer Digital Group übernimmt die Mehrheit des 2012 über Seedmatch finanzierten Start-ups Seeding Alliance – damals noch Rankseller. Seeding Alliance ist ein Marktplatz zur Vermittlung von Werbeinhalten zwischen Publishern und Werbetreibenden und führender Vermarkter für Native Advertising in Deutschland. Die beiden Gründer Coskun Tuna und Cevahir Ejder werden das Kölner Unternehmen mit 25 Mitarbeitern weiterführen. Zum Kaufpreis wurden offiziell keine Angaben gemacht.

Stimmen der Unternehmen

Christopher Kaiser, CEO der Ströer Digital Group:

„Wir freuen uns sehr über den Erwerb von Seeding Alliance – einem First Mover im Bereich Native Advertising mit einem originären Geschäftsmodell. Bereits heute ist das Unternehmen profitabel und birgt gleichzeitig große Wachstumschancen. Das Geschäftsmodell ist für uns insbesondere aufgrund des Synergiepotentials auf Inventar-, Daten- und Targeting-Technologie-Seite hoch skalierbar. Hinzu kommt, dass sich Seeding Alliance zunehmend auf die Ausspielung von Native Ads auf mobilen Endgeräten fokussiert, was unsere Mobile 1st Strategie unterstützt. Mit der programmatischen Vermarktung von Native Ads werden wir das Modell zudem zukünftig auf ein noch höheres Level heben.“

Coskun Tuna, Gründer und Geschäftsführer von Seeding Alliance:

„Wir versprechen uns aufgrund der großen Anzahl an Publishern in der Vermarktung und dem Zugriff auf qualitativ hochwertige Datenpunkte hohe Synergiepotentiale bei der Vermarktung im Bereich Native Advertising und einen Boost für unser Business.“

Was ändert sich für die Investoren?

Für die Investoren ändert sich in diesem Fall erst einmal gar nichts. Dadurch, dass das Funding damals als stille Beteiligung ohne Exitklausel abgeschlossen wurde, führt die Transaktion nicht zu einem „Exitevent“ und damit einem Ende der Beteiligung. Je nach Höhe des Kaufpreises wird man das vermutlich gut oder schlecht finden.

Mittelbar ändert sich für die Investoren natürlich schon etwas. Durch die Ströer-Übernahme ist die Ausfallwahrscheinlichkeit der stillen Beteiligung weiter gesunken und ist nun von der Mutterfirma Ströer abhängig. Außerdem wird sich die Konstellation mit Ströer als Mehrheitsgesellschafter sicherlich positiv auf das künftige Wachstum von Seeding Alliance auswirken und damit das Auseinandersetzungsguthaben aus der Beteiligung nach oben treiben. Gleichzeitig erwarte ich aber auch, dass die stille Beteiligung nun zum erstmöglichen Termin durch das Start-up gekündigt wird.

Fazit

Am Ende könnte es hier tatsächlich eine Win-Win-Situation sein. Ströer kauft ein gutlaufendes Unternehmen mit Potential, Seeding Alliance sollte diese Kooperation nicht nur mehr Sicherheit, sondern auch einen Boost für die Zukunft geben, und damit sollten auch die Investoren glücklich sein. Seedmatch wird sich selbstverständlich auch über das Marketingpotential freuen. Wie ist eure Meinung?

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