Interview mit Joschka von Cringle

Enrico: Hallo Joschka, du bist Co-Founder und Geschäftsführer von Cringle, stell uns euer Start-up doch mal kurz vor.

Joschka: Cringle ist eine App, mit der Nutzer in Sekunden Geld an Freunde in ganz Europa senden können. Diese Lösung bieten wir Banken an, um sie bei der Digitalisierung zu unterstützen. Das ist für die Banken wichtig, um den Zugang zu den Digital Natives nicht zu verlieren oder sie von einem Kontowechsel abzuhalten. Aktuell arbeiten wir mit der DKB zusammen und sind in Verhandlungen mit weiteren großen Banken.

Enrico: Seit Dienstag sammelt ihr recht erfolgreich über Companisto Geld von der Crowd ein. Warum habt ihr euch für das Crowdfunding entschieden und wofür wollt ihr die Mittel verwenden?

Joschka: Meiner Meinung nach ist heutzutage eine nutzerorientierte Produktgestaltung sehr wichtig. Der Nutzer muss immer im Mittelpunkt stehen und genau hiermit haben die meisten Banken aktuell Probleme. Crowdfunding ermöglicht uns neben frischem Kapital auch Hunderte Nutzer zu gewinnen, die sich aktiv bei der Weiterentwicklung beteiligen. Diese Kombination kann dir ein normaler Investor nicht geben. Schon jetzt nach nicht einmal einer Woche haben wir 350 solcher Nutzer bzw. Investoren gewinnen können.

Enrico: Und warum sollten die Companisten in euch investieren?

Joschka: Wir haben mit Cringle eine innovative Bezahllösung geschaffen, die bei unseren Nutzern gut ankommt. Zudem bewegen wir uns als FinTech in einem Markt der aufgrund der Digitalisierung stark unter Druck steht. Banken kommen in meinen Augen heut zu Tage nicht mehr drum herum, auf schnelle FinTechs zu setzen, um die hohen digitalen Bedürfnisse ihrer Kunden qualitativ hochwertig und rechtzeitig zu bedienen. Diese Kombination aus Produkt und Markt macht uns als Unternehmen sehr interessant.

Enrico: Euer Business Plan liest sich sehr anspruchsvoll, insbesondere der Finanzteil. Könntest du uns kurz einen Einblick in eure Finanzplanung geben und bspw. erklären, wie sich die €128 Mio Umsatz im Jahr 2023 zusammensetzen und warum das realistisch ist?

Joschka: Natürlich ist eine Wachstumsprognose so weit in die Zukunft mit besonderer Vorsicht zu genießen. Die Umsatzentwicklung wird bei Cringle maßgeblich durch die Anzahl an Downloads, der Conversion Rate und der Anzahl an kooperierenden Banken bestimmt. Hierbei glauben wir, dass wir durch unseren Ansatz über Kooperationen mit Banken, an deren Kunden zu gelangen, ein sehr gutes Wachstum in kurzer Zeit bewältigen können. Insgesamt entsteht ein neuer europäischer Markt mit großem Potential.

Enrico: In China gibt es das WhatsApp-Äquivalent WeChat, worüber bereits heute Zahlungen angestoßen werden können. Wie hoch bezifferst du eure Überlebenschance, falls WhatsApp oder der Facebook Messenger ähnliche Funktionen in ihre Services aufnehmen?

Joschka: Wir beobachten die Entwicklung des Facebook Messengers oder Whatsapps aufmerksam. Die aktuelle Entwicklung zeigt, dass Facebook den Messenger als Plattform betreiben
will, so dass Dritte ihren Service hier anbieten können. Hier könnte man demnach auch Cringle integrieren, wenn dies Datenschutzrechtlich möglich ist und vom Nutzer gewünscht wird. Allgemein muss man ein Auge auf Datenschutz und Sicherheit legen. Wir Europäer ticken hierbei anders. Studien legen nahe, dass vor allem die Banken das Vertrauen der Nutzer beim mobilen Zahlen genießen, was wiederrum unsere Strategie mit Banken zu kooperieren stützt.

Enrico: Vielen Dank für deine Zeit, Joschka! Ich wünsche euch viel Glück beim weiteren Funding!

Falls ihr auch in Cringle investieren wollt, könnt ihr das hier auf Companisto tun.

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