Crowdanalytics – Das Tool für Crowdinvestoren

Die letzte Woche habe ich im schönen London verbracht. Neben dem Besuch der üblichen Touristenattraktionen, war ich auch im Sinne der Crowd unterwegs und habe mich mit Georgios Markakis von Crowdanalytics getroffen.

Georgios hat früher im Corporate Finance bei der Deutschen Bank gearbeitet und sich Anfang diesen Jahres mit Crowdanalytics selbstständig gemacht.

Sein Ziel ist es, Crowdanalytics zu einem Tool für Crowdinvestoren und Business Angels zu machen, auf dessen Basis bessere Anlageentscheidungen getroffen werden können. Dabei hat er aufgrund des Marktumfangs und seines Wohnortes vorerst Großbritannien im Auge. Später sollen aber weitere Länder, beispielsweise Deutschland, hinzukommen.

Leistungsumfang

Auf der Landingpage von Crowdanalytics wird der angebotene Service bereits zu Beginn klar umschrieben:

We tell you how a company’s key metrics stack up. You decide whether it’s a smart investment.

Crowdanalytics beschäftigt sich also hauptsächlich mit der quantitativen Analyse der Start-ups. Im Gespräch erläuterte Georgios mir, dass er diese Einschränkung vornimmt, da es qualitativ wenig objektive Kriterien gibt, was ich gut nachvollziehen kann (Was ist wichtiger? Jockey oder Pferd?). Die Daten sollen zum Großteil bereits auf Crowdanalytics vorhanden sein. Nur bei nicht-öffentlichen Fundings hat der Investor einen gewissen Aufwand, die Plandaten einzupflegen.

Die durchgeführte Analyse soll dabei auf den Planzahlen beruhen, darüber hinaus aber auch berücksichtigen in wie weit diese realistisch erscheinen. Werden die Ausgaben zu aggressiv angesetzt? Schafft es das Start-up mit dem eingeworbenen Betrag tatsächlich, die nächsten x Monate zu überstehen? Ist es möglich mit diesem Produkt den angepeilten Umsatz in der angestrebten Zeit zu erreichen? Diese und ähnliche Red Flags sollen dem Investor an die Hand gegeben werden.

Ob man schlussendlich investieren möchte, hängt am Ende immer noch von einem selbst ab. Dann sollte man sich aber zumindest noch einmal den Bewertungsbenchmark anschauen, um zu analysieren, ob er seine Investition eventuell auf Basis einer überhöhten Bewertung tätigen würde. Auch dieser soll bei vergleichbaren Start-ups auf Crowdanalytics einsehbar sein.

Aktueller Stand bei Crowdanalytics

Er wollte mir die Plattform letzte Woche leider noch nicht zeigen, da daran im Moment noch kräftig geschraubt wird. Wer möchte, kann sich aber bereits für die BETA eintragen. Der BETA-Start ist für Q4 angepeilt und die Plattform soll nach Möglichkeit Anfang 2016 live gehen. Das Pricing ist noch unklar. Er spielt aber mit dem Gedanken, ein Freemium-Modell aufzusetzen, wo das gesamte Leistungsspektrum bei aktuellen Fundings lediglich für zahlende Mitglieder sichtbar ist.

Ich muss zugeben, dass ich wirklich gespannt bin, welche Möglichkeiten einem die Plattform am Ende des Tages tatsächlich bieten kann. Insbesondere die Ausgestaltung und Aussagekraft der Red Flags interessiert mich, da es absolut einleuchtend erscheint, ich diesen Part in meinem Auswahlprozess allerdings noch gar nicht beachte. Was haltet ihr von Crowdanalytics? Schreibt ihr euch für die BETA ein?

Schreib als Erster einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.