4 Schritte zum erfolgreichen Investieren in Start-ups – Teil 3

In den letzten beiden Wochen habe ich beschrieben, wie ich beim Investieren in Start-ups quantitativ und qualitativ vorgehe. Die letzten beiden Schritte im Investitionsprozess sind unabhängig vom Start-up. Hier beschäftige ich mich zuerst damit, ob das Start-up in mein Portfolio passt und, zu guter Letzt, ob die vertraglichen Rahmenbedingungen passen.

Portfolio und Risiko

Das Investieren in Start-ups ist mit hohen Risiken verbunden. Deswegen werde ich niemals mein gesamtes Vermögen in diese Anlageklasse stecken. Ich habe für mich als Limit 10 % meines Vermögens gesetzt. Je Plattform bin ich vorerst bereit 2 % meines Vermögens zu investieren. Warum diese zweite Grenze?

Ohne zu weit vorzugreifen auf den vierten Schritt: Ich bin kein Jurist. Meine vertragliche Analyse kann komplett daneben gehen und was auch immer die Konsequenzen wären; es stünden nur 2 % im Feuer. Außerdem sind Dealflow und Auswahlprozesse unter den Plattformen unterschiedlich. Vielleicht wird eine der Plattformen ja auch irgendwann mit einem Sekundärmarkt auftrumpfen, dann wäre es doch ärgerlich, wenn man den so gar nicht bedienen könnte. Am Jahresende überprüfe ich in der Regel die Limite für mein Portfolio und je nach Performance der einzelnen Assetklasse passe ich gelegentlich meine Limite an.

Eine Unterscheidung nach Branchen nehme ich bei dem geringen Risikobeitrag der Einzelinvestments nicht vor. Bei Aktien und Anleihen tue ich das, bei meinen Start-up-Investments jedoch nicht.

Ich bin im Übrigen aktuell leicht über beiden Grenzen drüber. Das heißt aber nicht, dass ich nicht mehr investieren würde. Auch in Zukunft werde ich, wenn ich von einem Start-up voll überzeugt bin, einen gewissen Betrag investieren.

Der Vertrag

Als krönenden Abschluss beschäftige ich mich mit dem Vertrag, um zu verstehen auf was ich mich tatsächlich einlasse. Grundsätzlich interessant sind die folgenden Aspekte: Mitwirkungs- / Stimmrechte (in der Regel keine), Informationsrechte und –pflichten, Investmentquote, Bewertung, Multiple, Verwässerung, Übertragungsmöglichkeiten, Kündigungstermine / -fristen.

In der Regel verwenden die Plattformen Standardverträge, sodass man sich – wenn man mit dem Grundgerüst einmal zufrieden ist – nur noch mit den veränderlichen Daten beschäftigen muss. Für mich sind daher die wichtigsten Daten, die ich mir jedes Mal ansehe: Investmentquote, Bewertung, Multiple, Kündigungstermine / -fristen.

Fazit

Wenn diese letzte Hürde genommen wurde, dann entscheide ich über die Investmentsumme, wobei die bei mir in der Regel nicht sehr hoch ist. Habt ihr ein Limitsystem oder berücksichtigt ihr euer aktuelles Portfolio bei euren Investmententscheidungen in anderer Weise? Wenn ja, wie setzt ihr Limite? Schreibt es in die Kommentare oder schickt mir eine E-Mail an enrico@derstartupinvestor.de.

Einen guten Start in die Woche!

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